Streit ums Grazer Murkraftwerk

Die Würfelnatter im Steuerkarussel

Erschienen in: »[Groß-] Projekte, die die Welt nicht braucht. Eine Augustin-Beilage zu Murkraftwerk, Flughafen Schwechat, Brenner Basistunnel u.v.m.« März 2017

Braucht die Mur ein weiteres Kraftwerk? Darüber scheiden sich die Wassergeister. Lisa Bolyos hat den Huchenfranz nach seiner Meinung gefragt und sich im «Dialogbüro» der Energie Steiermark die Vorteile der Staustufe erklären lassen; sie hat die «Kleine Zeitung» im Testabo gelesen, Flächenwidmungspläne und das Verhalten der Würfelnatter studiert und viel vom Energiesparen und vom Steuergeldverschwenden gehört. Zwischenbericht von einer Großbaustelle. „Streit ums Grazer Murkraftwerk“ weiterlesen

Armweiberwohnen

Frauen, Altersarmut und die Wiener Wohnfrage

erschienen in: Augustin Nr. 427, Dezember 2016 / Jänner 2017

Wohnen in Wien, das heißt im internationalen Vergleich: regulierter Mietmarkt, zugänglicher Gemeindebau, verschwindend wenig Obdachlosigkeit. Wieso sitzt eine Anfangsechzigerin dann bettelnd auf der Straße? Wieso muss eine Pensionistin von einer Couch auf die nächste ziehen? Warum gerade Frauen so oft von Altersarmut betroffen sind und was das mit ihrer Wohnsituation zu tun hat. Illustration: Nina Pieper
„Armweiberwohnen“ weiterlesen

Recht auf Stadt oder Recht auf Rendite?

Schwarz-blaue Wohnpolitik: was auf Mieter_innen zukommt

erschienen in: Augustin Nr. 455, August 2017

Eigentum als Vorsorge, befristete Mietverträge als Normalität und ein Ende des Lagezuschlagsverbots – die neue Regierung hat einiges vor am Immobilienmarkt. Mit Walter Rosifka, Leiter des Teams Wohnen in der Arbeiterkammer Wien, sprach Lisa Bolyos darüber, wem die schwarz-blaue Wohnpolitik das Recht auf schönes Wohnen sichert. „Recht auf Stadt oder Recht auf Rendite?“ weiterlesen

Wo Österreich draufsteht, ist Lohnbetrug drin

Landwirtschaft als Niedriglohnsektor

Buchbeitrag in: Arbeiterkammer Salzburg, Zentrum für Ethik und Armutsforschung (Hg.): Lesebuch soziale Ausgrenzung III, Arbeitswelten. Mandelbaum 2017

Violeta P. war in sieben aufeinander folgenden Jahren auf einem landwirtschaftlichen Betrieb im Tullnerfeld beschäftigt. Dort wurde vor allem Speisekohl angebaut, für den Verkauf geschnitten und verpackt. Außer Violeta waren sechs weitere Kolleg_innen als landwirtschaftliche Arbeitskräfte beschäftigt. Sie arbeiteten regelmäßig mehr als zwölf Stunden am Tag, erledigten neben den landwirtschaftlichen auch andere Arbeiten, die am Betrieb anfielen (Schneeschaufeln, renovieren, auf den Großgrünmarkt liefern), und richteten die vom Betrieb zur Verfügung gestellte Unterkunft über die Jahre selbst her: »In den vier Zimmern gab es anfangs noch nicht einmal einen Betonboden und nur Betten aus Metall.« Sieben Jahre lang wurden Überstunden, Nacht- und Sonntagsarbeit nicht richtig entlohnt, die Sonderzahlungen für Weihnachts- und Urlaubsgeld „Wo Österreich draufsteht, ist Lohnbetrug drin“ weiterlesen